Zielsetzungen

Zielsetzungen, Ziele, Lebensziele

Finanzkrise – notwendige Rahmenbedingungen für das Finanzwesen

Zur Beendigung der derzeitigen weltweiten Finanzkrise werden die unterschiedlichsten Mittel vorgeschlagen: Die Banken verlangen mehr Geld zu günstigeren Konditionen vom Staat, staatliche Garantien für ihre eigene Stabilität und immer häufiger auch Konjunkturförderprogramme. Gewerkschaften und Linke fordern zusätzlich strengere Rahmenbedingungen für den Finanzmarkt.

Welche neue Regeln bzw. Rahmenbedingungen sind für das weltweite Finanzsystem erforderlich?

Spiritualität im Alltag

Spiritualität umfasst nicht nur die Religiosität eines Menschen, sondern auch grundsätzliche Fragen nach der Bedeutung unseres Lebens in einem grösseren Zusammenhang. Es ist deshalb klar, dass solche Fragen die Menschheit schon immer beschäftigt haben. Spätestens bei Geburten und bei Todesfällen wird jeder von uns mit solchen Fragen konfrontiert.

Spirituelle Informationen sollen dazu dienen, unser Leben, unsere Lebensaufgaben besser zu verstehen und dadurch unser Lebensziele erreichen zu können. Insbesondere um unsere Lebensziele und Lebensaufgaben spüren und überprüfen zu können, ist ein Kontakt mit der geistigen Welt hilfreich. Dieser spirituelle Kontakt kann uns auch eine Führung und Begleitung im täglichen Leben sein.Wir sollten uns wieder bewusst werden, dass wir uns inkarniert haben mit dem Ziel, in der materiellen Welt zu leben, Erfahrungen zu sammeln und um gewisse Eigenschaften von uns weiter zu entwickeln.

Lebenssinn, Lebensziele und Lebensfreude

Auf diesen Seiten finden Sie Informationen über den Sinn des Lebens, zu Selbstverwirklichung, Selbstfindung, Selbsterkenntnis, persönliche Entwicklung, Inkarnation, Reinkarnation, Lebensfreude, Zufriedenheit und innere Ruhe usw. Wir versuchen auf neutrale Art und Weise den Zusammenhang zwischen unseren persönlichen Zielsetzungen, Lebenszielen, bzw. Lebensaufgaben und unserem eigenen Wohlergehen aufzuzeigen. Damit wir unseren Lebensweg und unsere Persönlichkeitsentwicklung besser verstehen und beeinflussen können.

Fehlende oder falsche Erfolgskontrolle

Wir haben bereits in einem eigenen Kapitel auf die Notwen­digkeit der regelmässigen Erfolgskontrolle beim Erreichen unserer Ziel­setzungen hingewiesen. Da eine fehlende Über­prüfung unserer Fortschritte oder ungeeignete Beurteilungs­kriterien ein häufiger Stolperstein beim Leben der Grundrechte des Seins darstellen, erwähnen wir diesen Punkt hier nochmals kurz.

Häufig genügt es nicht, sich die Grundrechte des Seins als Ziel­setzung für das Leben vorzunehmen. In der Regel ist es not­wendig oder zumindest sehr hilfreich, sich gleichzeitig Gedanken zu machen, wie man die persönlichen Fortschritte beim Leben der Grundrechte des Seins beurteilen will. Insbe­sondere muss man sich im klaren sein, dass man mit dem Los­lassen von alten Ziel­setzungen auch deren Beurteilungskrite­rien loslassen muss.
Die regelmässige Beurteilung unserer Fortschritte soll sicher­stellen, dass wir uns dem Ziel auch wirklich nähern. Aufgrund dieser Überprüfung korrigieren wir gegebenfalls unser Ver­halten. Wenn wir bei diesen Beurteilungen Kriterien anwen­den, welche zu einem anderen Ziel passen, so werden wir uns früher oder später dem anderen Ziel nähern. Bei inkompatiblen Zielsetzungen ent­fernen wir uns somit möglicherweise immer weiter von unserem ursprünglich gewählten Ziel.

Erfolgskontrolle

In den vergangenen Kapiteln haben wir immer wieder betont, wie wichtig es ist, sich persönlich Ziele für das Leben zu setzen. Dazu gehört selbstverständlich auch eine regelmässige Kon­trolle oder Überwachung, ob wir unseren Zielen auch wirklich näher kommen. Bei den meisten Firmen werden zum Beispiel Ziele und Budgets jeweils für ein Jahr gesetzt und die Zieler­reichung wird periodisch, mindestens einmal im Jahr über­prüft. Was sich bei Firmen bewährt hat, kann auch für uns per­sönlich sehr hilfreich sein.

Die Kontrolle unserer Fortschritte muss dabei den gewählten Zie­len angepasst werden. Wir müssen uns klar werden, wie wir unsere Entwicklung messen wollen. Nach welchen Kriterien wir beurteilen wollen, ob wir unserem Ziel näher gekommen sind. Die Zielsetzung und die dazugehörenden Beurteilungs­kriterien für Fortschritte auf dem Weg zum Ziel gehören eng zusammen. Wenn wir uns als Ziel gesetzt haben, das Klavier­spiel zu erlernen, so können wir unsere Fortschritte zum Bei­spiel anhand der Musikstücke messen, welche wir in der Lage sind zu spielen. Unser Körpergewicht oder der Kontostand unseres Sparkontos haben damit wenig zu tun, sie sind als Beurteilungskriterien für Fortschritte im Klavierspielen unge­eignet. Was an diesem Beispiel so offensichtlich erscheint, führt im täglichen Leben aber häufig zu Schwierigkeiten und Problemen.

Die Natur hilft uns

Aus den Diskussionen über die menschliche Entwicklung mit der Bewusstseinskugel, dem Ausstrahlen seiner Zielsetzungen über die Klangschalen und die gegenseitige Beeinflussung in Gruppen könnte man möglicherweise die Schlussfolgerung ziehen, das Ziel des menschlichen Daseins sei es, Licht bzw. Bewusstsein auf die Erde zu bringen. So quasi, die Menschen als Retter oder Erlöser der Erde! Dies wäre aber eine ziemlich verkehrte Auffassung:

Obwohl wir bisher fast ausschliesslich die Entwicklung der Men­schen betrachtet haben, gelten die Grundrechte des Seins für alle Wesen. Den Begriff «Wesen» müssen wir dabei sehr umfassend halten: Darunter verstehen wir neben allen Lebe­wesen auf der Erde (Menschen, Tiere, Pflanzen) auch die Erde selbst, jeder Stein, das Wasser, das Feuer, die Luft, usw. Auch alle anderen Wesen neben den Menschen befinden sich in einer Entwicklung. Im Kugelmodell können wir uns deshalb auch deren Fähigkeiten in Bezug auf das Leben der Grundrechte des Seins als weisse Kugel um deren Körper vorstellen1.

Prioritäten der Zielsetzungen


Wenn wir davon ausgehen, dass wir mehrere, nicht kompatible Zielsetzungen verfolgen wollen, wie entscheiden wir in einer bestimmten Situation, welche Zielsetzung uns leiten soll? Wir haben bereits früher die Wechselwirkung zwischen Zielsetzun­gen und Fähigkeiten diskutiert. Dabei haben wir gesehen, dass bereits vorhandene Fähigkeiten die Wahl der Leitlinie bei einer Ent­scheidung beeinflussen können.

Wie wir gleich sehen werden, treffen wir die Wahl der Ziel­setzung, welche zur Leitlinie bei einer Entscheidung wird, häufig auch in Wechselwirkung mit unserer Umgebung. Andere Personen, Insti­tutionen, Tiere, Pflanzen, die Natur, usw. können die Wahl unserer Zielsetzung bei einer Entschei­dung mit beeinflussen.

1 + 1 = 3: Fähigkeiten in einer Gruppe

Wir werden nun diskutieren, wie sich die Fähigkeiten von mehre­ren Personen in einer Gruppe gegenseitig ergänzen können. Wir stellen uns dazu vor, dass diese Personen gemein­sam an einer Aufgabe arbeiten.

Betrachten wir als erstes eine Gruppe von mehreren Personen mit Kugeln in derselben Farbe, d.h. alle Mitglieder der Gruppe ver­folgen unter anderem dieselbe Zielsetzung X. Erinnern wir uns zunächst nochmals an die Definition des Modells: Inner­halb der Kugel sind die Fähigkeiten zur Erreichung des Ziels X voll ausge­bildet. Die Grösse dieser Kugel ist ein Mass für das bereits ent­wickelte Können, um das Ziel X zu erreichen.

Fähigkeiten und Zielsetzungen beeinflussen sich

Bereits in der Einleitung dieses Kapitels haben wir festgestellt, dass sich Fähigkeiten und Zielsetzungen offenbar gegenseitig beeinflussen. In unseren beiden Modellen ausgedrückt, betrachten wir das Verhältnis zwischen der Lichtkugel, welche unsere Fähig­keiten darstellt und der Klangschale, welche die entsprechende Zielsetzung darstellt. Anscheinend können die Klangschale und die Lichtkugel nicht unabhängig voneinander betrachtet werden. Es findet eine gegenseitige Beeinflussung statt1.

Wir haben bisher gesehen, dass die Fähigkeiten in uns nur ent­wickelt werden können, wenn wir eine entsprechende Ziel­setzung verfolgen. Eine Lichtkugel kann sich nur weiter ent­wickeln, wenn in uns eine Klangschale schwingt, welche die entsprechende Ziel­setzung repräsentiert. So ist zum Beispiel zur Vergrösserung unserer Bewusstseins-Kugel eine Klang­schale mit der Zielsetzung «die Grundrechte des Seins respek­tieren» notwendig. Die Anzahl der Klangschalen und der Lichtkugeln sind aus diesem Grund auch identisch.

Das Modell der Klangschalen

Ist es schon vorgekommen, dass Sie jemanden sympa­thisch fanden, ohne irgend etwas von ihm zu wissen, ohne jemals mit ihm gesprochen zu haben? Lernt man diese Person später kennen, so findet man häufig viele Gemeinsam­keiten. Insbe­sondere findet man in der Regel ähnliche Lebens­ziele. Oder, da man ja eher von Erlebnissen spricht, man hat ähnliche Lebens­erfahrungen gemacht. Zufall - oder vielleicht doch nicht? Ähnliche Lebenserfahrungen deuten nach allem was wir bisher diskutiert haben darauf hin, dass wir an ähnli­chen Entwicklungsschritten arbeiten. Da wir uns nicht von selbst entwickeln, deutet dies aber letztendlich auf ähnliche Lebensziele hin.

Entscheidungen

Unser Leben besteht aus einer Fülle von Entscheidungen: Als erstes suchen wir uns unsere Ziele aus. Wie wir im Kapitel über Zielsetzungen diskutiert haben, können wir uns auch dafür ent­scheiden, die Ziele von anderen Personen zu übernehmen oder anderen Personen bei der Erreichung ihrer Ziele zu helfen. Wenn wir mehrere nicht kompatible Zielsetzungen verfolgen, konkurrie­ren sich diese Ziele bei jeder Entscheidung. Wir wählen deshalb jeweils eine dieser nicht kompatiblen Ziel­setzungen als Leitlinie für eine Entscheidung. Dies bedeutet, dass wir eine Zielsetzung aus­wählen und die Entscheidung anhand dieser Zielsetzung treffen. Bei der nächsten Entschei­dung kann selbstverständlich wieder eine andere Zielsetzung als Leitlinie dienen. Auf jeden Fall ist es unsere eigene Ent­scheidung, welche Ziele wir anstreben.

Für jedes Ziel, welches wir anstreben wollen, können wir wiederum auswählen, wie wir das Ziel gerne erreichen möch­ten. Bei dieser Planung setzen wir uns Zwischenziele und wählen die Aufgaben­stellungen, deren Bearbeitung zum Errei­chen des Ziels führen sollen. Falls wir dies nicht selbst ent­scheiden wollen, sondern die Planung jemand anderem über­lassen, ist dies wiederum unsere eigene Entscheidung, welche wir freiwillig treffen.

Falls wir selbst keine Ziele setzen, sondern einfach Aufgaben lösen, welche an uns von anderen Personen herangetragen werden, so helfen wir automatisch mit, jene Zielsetzungen zu erreichen, aus denen diese Aufgabenstellungen hervorge­gangen sind. Indem wir diese Aufgaben annehmen, entschei­den wir uns dazu, die entsprechenden Zielsetzungen zu unter­stützen. Dies ist unsere eigene, freie Entscheidung.

Aufgaben

Bereits im vorhergehenden Kapitel haben wir gesehen, dass Auf­gaben nicht einfach von selbst auftauchen, sie sind nicht «einfach da», sondern sie folgen aus einer bestimmten Ziel­setzung aus dem persönlichen oder beruflichen Bereich. Genauso vielfältig wie die Ziele können deshalb auch die Auf­gaben sein. Die Aufgaben­stellungen entsprechen einem kon­kreten Plan, wie ein Ziel oder Teilziel erreicht werden soll.

Meistens gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, um ein bestimm­tes Ziel zu erreichen. Mit der Wahl der Aufgaben planen wir unse­ren persönlichen Weg zum angestrebten Ziel. Es dürfte sich jedoch kaum um die einzige Möglichkeit han­deln, wie das Ziel erreicht werden kann, sondern einfach den in unseren Augen besten Weg. Die Kriterien, wie wir diesen besten Weg auswählen, sind selbstverständlich sehr indivi­duell.

Seine eigenen Ziele verfolgen

Unsere Zielsetzungen führen dazu, dass wir gewisse Dinge in unserem Leben tun und andere lassen. Man kann deshalb andere Personen auf einfache Art und Weise beeinflussen, wenn man ihre Zielsetzung oder zumindest die Wahl ihrer Teilziele beeinflusst. Unsere tiefe Sehnsucht nach Friede, Glücklichsein, Ruhe, Harmo­nie und Ausgeglichenheit - nach dem beschriebenen höchsten Bedürfnis aller Wesen - ist dabei zugleich auch unser Schwach­punkt:

In der Werbung wird die in uns allen steckende Sehnsucht immer raffinierter ausgenutzt: Durch die Verbindung einer Dienstleistung oder eines Produktes mit einer überglücklichen Person oder einer harmonischen Situation, soll dem Betrachter jeweils suggeriert werden: Dank dem Einsatz dieses Produktes wirst Du erfolgreich, schön, begehrt, reich, oder was auch immer werden - und dies wird Dich (auch) glücklich machen. Wir haben bereits im Kapitel über die Bedürfnisse der Men­schen kurz darauf hingewiesen.

Ziele als Hilfsmittel für den Erfolg

Mit dem Setzen von Zielen geben wir unserem Unterbewusst­sein Anweisungen, es soll uns bei der Realisierung dieser Ziele behilf­lich sein. Wir haben als Beispiel dafür im vorhergehenden Abschnitt das Brillenmodell besprochen. Das Unterbewusstsein schafft jeweils die Voraussetzungen, damit sich das gewünschte Ziel effizienter erreichen lässt. Im obigen Beispiel mit der Tochter ist daraus zum Beispiel eine gute Motivation zum Lernen in der Schule entstanden. Sie hat den Lernstoff durch eine Brille betrachtet, welche ihn interessant erscheinen liess.

Im Spitzensport setzt man seit Jahren sogenanntes mentales Training zur Erzielung von grossen Leistungen ein. Dies ist im wesentlichen genau dasselbe, wie wir hier besprechen: Das Unterbewusstsein hilft unsere Kräfte und Fähigkeiten auf ein kon­kretes Ziel zu fokussieren. Die Leistungsfähigkeit in Bezug auf das angestrebte Ziel kann dadurch enorm gesteigert werden.

Sportlern, welche zu eigentlichen Sieger-Typen werden und aus unerklärlichen Gründen eine Serie von Erfolgen aufweisen, wird deshalb häufig auch eine grosse mentale Stärke nach­gesagt. Sie wollen ihr Ziel unbedingt erreichen, sie glauben an ihren Erfolg und geben dadurch ihrem Unterbewusstsein starke Signale. Dadurch kann sie das Unterbewusstsein auch entsprechend unterstützen - und der gewünschte Erfolg stellt sich ein. Dieser Erfolg wirkt wiederum bestärkend und führt zu noch stärkerem Glaube an weitere Erfolge, was die Signale ans Unterbewusstsein verstärkt, usw.

Ziele als Selbstmotivation

Wie würden Sie reagieren, wenn Ihre 7-jährige Tochter erklärt, sie möchte Linienpilotin werden? Würden Sie sogleich ein Anmelde­formular bei der nationalen Fluggesellschaft bestel­len? In die Nähe eines Flughafens ziehen, damit sie die Tochter später häufig besuchen kann? - Wohl kaum. Sie würden sich bestimmt über das Ziel Ihrer Tochter freuen, aber ihr auch erklären, dass sie zuerst noch ein paar Jahre zur Schule gehen müsse.
Und wenn sich Ihre Tochter 10 Jahre später für ein Physik­studium oder für eine Ausbildung als Gärtnerin entscheidet, wären Sie da enttäuscht? - Kaum. Ihre Tochter hat sich in der Zwischenzeit weiter entwickelt. Vielleicht gerade dank Ihrer Zielsetzung, Pilotin zu werden, hat sie sich entwickelt. Es war ihr bewusst: «Wenn ich Pilotin werden will, muss ich aufmerk­sam sein in der Schule». Deshalb hat sie sich engagiert, hat im eigenen Interesse - ohne äusseren Druck - gelernt.

Das Ziel Pilotin zu werden, hat ihr geholfen sich zu entwickeln, obwohl sie dieses Ziel nicht in die Realität umsetzt. Dies ist im Alltag häufig der Fall: Zielsetzungen dienen uns als Beweg­grund, etwas zu tun. Eine langfristige Zielsetzung wird sinn­vollerweise in Zwischenziele aufgeteilt, welche rascher erreicht werden können. Die Erfolgserlebnisse beim Erreichen von Zwischenzielen können zusätzlich motivierend wirken.

Konzentration der Kräfte

Die Energie oder Kraft, welche uns für die persönliche Entwicklung zur Verfügung steht, können wir grundsätzlich frei nach unseren eigenen Wünschen auf verschiedene Ziele aufteilen. Jemand kann zum Beispiel 20% für Fähigkeiten zur Erhöhung des mate­riellen Reichtums, 50% für Fähigkeiten zur Erlangung von Macht über Andere und die restlichen 30% für Fähigkeiten zur Erhöhung des persönlichen Ansehens innerhalb der Gesell­schaft einsetzen. Solange sich die Ziel­setzun­gen nicht wider­sprechen, werden sich die Fähigkeiten ent­sprechend der ein­ge­setz­ten Menge an Energie entwickeln.

Die Hierarchie in den persönlichen Zielsetzungen

Zu Beginn dieser Abhandlung haben wir die Bedürfnisse der Men­schen betrachtet und dabei insbesondere auf die Hierar­chie in den menschlichen Bedürfnissen zum Beispiel gemäss Maslow hinge­wiesen: Auf der untersten Stufe stehen die existentiellen Bedürf­nisse eines Menschen und auf der obersten Stufe das Erreichen eines Zustandes mit einem dauernden Glücksgefühl, Selbst­verwirklichung, Seelenheil, Harmonie mit sich selbst oder wie man diesen Zustand auch immer nennen will. Aufgrund dieser Bedürf­nisse setzt sich der Mensch gemäss dieser Theorie seine persön­lichen Ziele. Wenn zum Beispiel die Existenz gesichert ist, ver­sucht er die Bedürfnisse der nächst höheren Hierarchiestufe zu verwirklichen indem er seine Ziele entsprechend setzt. Der bereits mehrfach erwähnten Hierarchie der Bedürfnisse entspricht deshalb eine analoge Hierarchie der Zielsetzungen: Auch unsere Ziel­setzungen lassen sich hierarchisch einordnen.

Mit anderen Worten: Je nach Bedürfnisse, welche wir befriedi­gen wollen, sollten wir unsere Ziele aus der entsprechenden Hierar­chiestufe wählen. Was so einfach und logisch klingt, ist eine häu­fige Ursache von Enttäuschungen in der persönlichen Entwicklung: Bedürfnisse und Zielsetzungen entsprechen sich nicht, sondern widersprechen sich sogar häufig in krasser Weise.

Verschiedenartige Zielsetzungen verfolgen

Wir können selbstverständlich mehrere übergeordnete Ziel­setzun­gen verfolgen. Niemand verbietet uns zum Beispiel sowohl gro­ssen finanziellen Reichtum als auch das Leben der Grundrechte des Seins anzustreben. Ob diese beiden Ziele kompatibel mit­einander sind, hängt vom Stand unserer per­sönlichen Entwicklung ab. Je näher wir dem Ziel der dauern­den Harmonie bereits sind, desto grösser sind die Chancen, dass die beiden Zielsetzungen für uns nicht kompatibel sind. Wie wir bereits mehrfach betont haben, können wir unsere Ziele selbst wählen, wir müssen aber auch mit den Folgen leben. Je mehr nicht kompatible Zielsetzungen wir verfolgen, desto stärker müssen wir unsere Zeit und Energie auf­teilen. Entsprechend werden die möglichen Fortschritte mit zuneh­mender Anzahl nicht kompatibler Ziele grundsätzlich kleiner. Im Extremfalle teilen wir unsere Energien so weit auf, dass überhaupt keine Fortschritte mehr möglich sind - wir treten an Ort.

Kompatibilität von Zielsetzungen

  • von
Wir unterscheiden zwischen Teilzielen, welche uns einem Ziel näher bringen und solchen, welche uns weiter weg führen. Wenn wir ein Teilziel verfolgen, welches uns weiter weg führt vom übergeordneten Ziel, so sind wir im Begriff einen Umweg zu machen. Dies heisst aber noch nicht, dass wir deswegen das Ziel nicht erreichen werden.

Teilziele

Je weiter wir von einem bestimmten Ziel entfernt sind, desto abstrakter erscheint uns dieses Ziel. Wir können nur relativ schwach erahnen, wie es sein muss, wenn das Ziel erreicht ist. Entsprechend unmöglich ist es bereits im Detail zu planen, wie wir das Ziel erreichen wollen. In solchen Fällen ist es sinnvoll, zuerst Teilziele anzustreben, welche rascher umgesetzt werden können und deshalb konkreter erscheinen. Diese Teilziele kön­nen uns wie Wegweiser zum übergeordneten Ziel hinführen. Dabei ist es durchaus möglich, dass wir das übergeordnete Ziel nicht auf dem direktesten Weg, sondern über gewisse Umwege erreichen.

Man kann dies vergleichen mit dem Reisen an ein weit ent­ferntes Ziel: Wenn ich von Zürich mit dem Auto nach War­schau fahren will, bestimme ich zuerst auf einer Übersichts­karte die Stationen meiner Reise. Es gibt selbstverständlich beliebig viele Möglich­keiten um von Zürich mit dem Auto nach Warschau zu gelangen. Ob ich via Deutschland oder via Österreich fahre, spielt deshalb keine grosse Rolle. Ich werde mich für eine bestimmte Route ent­scheiden und losfahren.

Definition der Zielsetzung

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Unter einem Ziel verstehen wir einen Zustand, den wir in der Zukunft gerne erreichen möchten. Der Begriff Zustand ist da­bei sehr umfassend zu verstehen, zum Beispiel in 10 Jahren in ein bestimmtes Land ausgewandert sein, eine bestimmte Aus­bildung abgeschlossen zu haben, eine Familie mit Kindern zu haben, über bestimmte Fähigkeiten zu verfügen, usw.

Bildlich dargestellt beschreiben wir mit der Zielsetzung, wo wir zu einem bestimmten Zeitpunkt sein wollen. Der Weg zu diesem Ziel, also wie wir unser Ziel erreichen wollen, die dazu notwendigen Handlungen und Entscheidungen sind hingegen nicht Bestandteil der Zielsetzung.

Zielsetzungen

Es stellt sich früher oder später die Frage, weshalb wir unser Unterbewusstsein beeinflussen «müssen», um uns zu entwic­keln zur dauernden Harmonie. Weshalb «müssen» wir diese Entwick­lung selbst wollen, damit sie stattfindet? Wenn dieses Ziel doch bereits «irgendwo» in uns drin steckt, dann müsste doch auch die Entwicklung auf dieses Ziel automatisch, ohne unser Dazutun, ohne Anstrengung stattfinden!

Die Pyramide als Sinnbild der menschlichen Ent­wicklung

Die angesprochene Entwicklung einer Person können wir modell­haft mit dem Bau einer hohen Pyramide vorgleichen. Es finden sich erstaunlich viele Gemeinsamkeiten:

 

Pyramide der menschlichen Entwicklung
Abbildung 1: Pyramide der persönlichen Entwicklung

Die Pyramide stellt die angestrebte Harmonie und Einheit mit sich selbst und der Umwelt dar. Die einzelnen Bausteine der Pyramide sind die bereits erfolgreich absolvierten Lektionen, d.h. unsere bereits erworbenen Fähigkeiten zum Leben der Grundrechte des Seins. Sobald die Spitze der Pyramide in der notwendigen Höhe gebaut und der ganze Bau sauber verputzt ist, gilt das höchste Ziel als erreicht: der betreffende Mensch befin­det sich in dauernder Harmonie mit sich selbst und seiner Umwelt.