Massnahmen

Massnahmen zur Reduktion des Klimawandels bzw. zur Milderung der globalen Erwärmung

Atomkraftwerke zur Lösung der Klimaerwärmung?

Amory B. Lovins, Imran Sheikh und Alex Markevich: Vergesst doch die Atomkraft!

Stets hat man uns gesagt, Atomenergie sei ein blühender Industriezweig, der eine spektakuläre Renaissance erlebe, denn sie sei bewährt, nötig, wettbewerbsfähig, zuverlässig, sicher, verlässlich, weit verbreitet, immer beliebter und CO2-frei. Sie sei ein perfekter Ersatz für die Kohlekraftwerke mit ihrem hohen CO2-Ausstoss. Neue Atomkraftwerke seien also im Interesse des Klimaschutzes, der Versorgungssicherheit mit elektrischer Energie und des wirtschaftlichen Wachstums.

Investitionen in effizientere Stromnutzung lohnen sich

Stromeffizienz muss wie eine zusätzliche Energie-Ressource betrachtet werden. Die Investitionen in Massnahmen zur effizienteren Nutzung von Strom sollten firmenintern wie eine Investition in ein neues Kraftwerk behandelt werden. Die Investitionen müssen aus den bereits vorhandenen Rückstellungen für Neubauten getätigt werden - denn sie eliminieren ja zumindest teilweise die Notwendigkeit für den Ausbau der Strom-Produktionsanlagen.

 

Klimawandel: EU-Bürger befürworten die Klimaschutz-Ziele der EU

Die europäischen Bürger halten den Klimawandel für ein großes Problem und sind bereit, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die Mehrzahl der europäischen Bürger hält die Ziele der EU zur Senkung der Treibhausgasemissionen und zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien bis 2020 für im Großen und Ganzen richtig oder sogar für nicht ehrgeizig genug.

CO2 Emissionen von Lebensmitteln

Mit unserer Ernährung steuern wir zu einem nicht unerheblichen Teil den durch uns persönlich verursachten CO2-Ausstoss. Die Erzeugung von Nahrungsmitteln verursacht je nach Ware ganz unterschiedliche Mengen an Treibhausgasen (siehe Tabelle unten). Eine umweltfreundliche und "klimafreundliche" Ernährung sieht wie folgt aus:

Wie können wir als Konsumenten unsere persönliche Umweltbilanz verbessern?

Wie können wir als Konsumenten die persönliche Umweltbilanz verbessern? Diese Studie untersucht, wie sich in der Schweiz Wohnen, private Mobilität, Konsumgüter und Dienstleistungen, Ernährung sowie öffentliche Dienste auf die Umwelt auswirken. Der innovative Ansatz besteht darin, dass sich die Studie in erster Linie mit den Verbesserungspotenzialen der Umweltbilanz befasst sowie die punkto Umweltverträglichkeit relevanten Schlüsselfaktoren, -akteure und -entscheide identifiziert und Szenarien für einen umweltbewussten Konsum erstellt. Die finanziellen Aspekte werden ebenfalls evaluiert und die Berechnungen der Szenarien werden mit den gesamten Umweltauswirkungen pro Person und Jahr verglichen um Handlungsprioritäten bestimmen zu können.

Eine Serie von Szenarien, die dem heutigen Lebensstil von Schweizer Konsumenten entsprechen, zeigen auf, wie sich die Umweltwirkungen ohne Zusatzkosten um ein Drittel reduzieren lassen.

Klimawandel: Treibhausgas-Emissionen im Inland oder im Ausland reduzieren?

Sinn von Emissionskompensationen für Treibhausgase im Ausland (Clean Development Mechanismus CDM): Der Artikel zeigt auf, dass die Reduktion von Treibhausgasemissionen im Ausland höchstens als Ergänzung zur Reduktion der Treibhausgasemissionen im Inland dienen kann und keinesfalls als Ersatz, wie dies zur Zeit in der Politik immer häufiger diskutiert wird. Anderenfalls können die Klimaziele niemals erreicht werden, weil in der Industrieländern der Druck zur Entwicklung von emissionsarmen Technologien zu wenig stark ist. 

Erneuerbare Energien schaffen neue Arbeitsplätze

Auf dem deutschen Arbeitsmarkt spielen erneuerbare Energien eine immer wichtigere Rolle. Rund 236'000 Erwerbstätige waren im Jahr 2006 in den verschiedenen Branchen beschäftigt, zwei Jahre davor (2004) waren erst 160'500 Arbeitsplätze in diesem Bereich vorhanden. Dies entspricht einer Zunahme der Anzahl Arbeitsplätze von 47 Prozent innert zwei Jahren. Erneuerbare Energien entpuppen sich somit für Deutschland nicht nur zum Vorteil der Natur sondern gleichzeitig auch zu einem wahren Segen für den Arbeitsmarkt.

Geschwindigkeitsbeschränkungen je nach CO2 Ausstoss

Limitierte Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen für die schmutzigsten Fahrzeuge

Für die 20% schmutzigsten Fahrzeuge soll die Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn auf 100 km/h begrenzt werden. Dadurch könnte ein permanenter Druck auf die Automobilindustrie zur Entwicklung von umweltfreundlicheren (klimafreundlicheren) Fahrzeugen entwickelt werden.

Zudem würde auch ein konkreter Anreiz geschaffen zur Wahl von umweltfreundlichen Fahrzeugen, welcher nicht mit Geld wettgemacht werden kann.

Energieverbrauch pro Gebiet, Land und Kopf

Darstellungen (Graphik, Tabellen) des Energieverbrauches der Jahre 1980 bis heute mit Prognosen bis im Jahre 2030. Jeweils aufgeschlüsselt pro Kopf, nach geographischem Gebiet, pro Land, nach Energieart (fossile Energien, atomare Energien, erneuerbare Energien) mit entsprechenden Schlussfolgerungen bezüglich Klimawandel.

Wetten, dass Sie falsch feuern?

Klimawandel: Feinstaubreduktion bei Holzfeuerungen Durch Beachten von ein paar einfachen, bisher unbekannte Regeln kann der Schadstoffausstoss bei Holzfeuerungen (Cheminées, Schwedenofen, Kachelofen, Holzherd, usw.) um den Faktor 4 bis 5 reduziert werden. Nehmen Sie Ihre Verantwortung wahr und helfen Sie mit, unnötige Feinstaub-Emissionen drastisch zu reduzieren!

Die Umwelt und das Klima werden es Ihnen danken.

Temporeduktion senkt CO2-Emissionen

In Österreich wurde unlängst in einer umfassenden Studie die Reduktion des Ausstosses von Treibhausgasen (CO2, NOx) durch Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Autobahnen im Felde nachgewiesen.
Auf einem 13 km langen Teilstück der A1 wurde ab Januar 2007 die Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h um 30 km/h auf 100 km/h reduziert. An mehreren Stellen wurden die Anzahl und Art der Fahrzeuge sowie die Konzentrationen von CO2, NOx und Feinstaub gemessen und mit Werten der Vorjahre verglichen. Die Resultate der Geschwindigkeitsreduktion:

Klimawandel und persönliche Verantwortung

Die Klimaveränderung stellt ein globales Phänomen dar, bei dem der Verursacher der Emission nicht automatisch auch der Leidtragende ist. Ursache und Wirkung sind beim Klimawandel sowohl zeitlich als auch räumlich getrennt.

Folgende Aussagen sind recht typisch:

  • "Ich alleine kann doch nichts bewirken, weshalb sollte ich denn mein Verhalten ändern?"
  • "Ich tue ja nichts Verbotenes, ich halte alle Gesetze ein. Ihr könnt ja von mir aus gerne Energie sparen, aber lasst mich in Ruhe damit."
  • "Ich verbrauche doch so wenig Energie, sollen sich die grossen Umweltverschmutzer erst bessern, danach überlege ich es mir vielleicht auch."
Diese Aussagen entspringen der völlig falschen Annahme, dass wir für unser Tun und Lassen nicht voll verantwortlich seien. Nur weil wir für gewisse Taten nicht gebüsst oder gar hinter Schloss und Riegel gesteckt werden, heisst dies noch lange nicht, dass diese Taten keine Einfluss auf unsere persönliche Zukunft haben würden.

Energieverbrauch als Schlüssel zur Lösung der Klimaerwärmung

Bis heute wurde jede Nachfrage nach Energie automatisch befriedigt. Wer bereit war, entsprechend zu bezahlen, bekam jede beliebige Menge Energie geliefert. Diese Politik führte zu einem ständig steigenden Energiekonsum und zu den Werten wie in Tabelle 1 dargestellt. Niemand hat in diesem System ein Interesse an einem gemässigten Energiekonsum. Im Gegenteil: Alle kommerziellen Interessen sprechen klar für eine Zunahme des Energieverbrauchs. Dies führte denn auch dazu, dass das seit mehr als 20 Jahren bekannte Problem des Klimawandels bis vor kurzem ignoriert oder geleugnet wurde.

Nun ist eine Umkehr in der Energiepolitik notwendig: Wir müssen die natürlichen Ressourcen auf der Erde nach den Kriterien der Nachhaltigkeit bewirtschaften. Die Nachfrage an Energie muss sich nach dem Angebot an erneuerbarer Energie richten. Nur auf diese Art und Weise ist ein nachhaltiger Lebensstil - und damit ein langfristiges Überleben der Menschheit - überhaupt möglich.