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Konzentration der Kräfte

Die Energie oder Kraft, welche uns für die persönliche Entwicklung zur Verfügung steht, können wir grundsätzlich frei nach unseren eigenen Wünschen auf verschiedene Ziele aufteilen. Jemand kann zum Beispiel 20% für Fähigkeiten zur Erhöhung des mate­riellen Reichtums, 50% für Fähigkeiten zur Erlangung von Macht über Andere und die restlichen 30% für Fähigkeiten zur Erhöhung des persönlichen Ansehens innerhalb der Gesell­schaft einsetzen. Solange sich die Ziel­setzun­gen nicht wider­sprechen, werden sich die Fähigkeiten ent­sprechend der ein­ge­setz­ten Menge an Energie entwickeln.

Das Brillenmodell für die subjektive Wahrnehmung wird bei jeder beliebigen Zielsetzung von unserem Unterbewusstsein automa­tisch zur Entwicklung der entsprechenden Fähigkeiten eingesetzt. Es ist deshalb enorm wichtig, dass wir die Prioritä­ten unserer Ziel­setzungen klar setzen.

Ab einem gewissen Fähigkeitsniveau sind Fortschritte nur noch möglich durch Konzentration auf sehr wenige und am Schluss auf ein einziges Ziel. Man kann dies mit der Besteigung von Berg­gipfeln im Beispiel des vorhergehenden Abschnittes ver­gleichen: Der Ausgangsort für die Besteigung mag für viele Gipfel derselbe sein, je höher oben man sich bereits befindet, desto eher muss man sich aber für einen einzigen Gipfel ent­scheiden. Ich kann nicht zugleich auf beiden Gipfeln sein, wenn ich beide nach­einander besteigen will, muss ich nach dem ersten Gipfel wieder ein Stück absteigen.

Die notwendige Konzentration auf ein einziges Ziel ist uns übri­gens auch aus dem Sport gut bekannt. Auf dem Niveau eines Gesundheitssportlers ist es problemlos möglich unter­schiedlichste Sportarten erfolgreich zu betreiben. Will man Spitzensport betrei­ben, so kann man herausragende Leistungen nur noch in sehr wenigen, einander nahe verwandten Sport­arten erbringen.

Mit anderen Worten: Je näher wir uns einem Ziel befinden, desto kleiner ist die Anzahl nicht kompatibler Zielsetzungen, welche erfolgreich verfolgt werden können.