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Atomkraft

Infos zum Thema Atomenergie und Kernkraftwerke

Protest E-Mails gegen den Neubau von AKW in der Schweiz

Werden Sie aktiv und schicken Sie über den Link unten ein Protest-E-Mail an die Adresse der drei Stromkonzerne Atel, Axpo und BKW, dass Sie gegen den Ausbau der Atomenergie in der Schweiz sind.

Ihre Angaben werden ausschliesslich für diese Protest-Aktion verwendet und anschliessend gelöscht.

Wer baut neue Atomkraftwerke?

Viel ist zu hören von einer sogenannten Renaissance der Atomenergie. Einerseits der Klimawandel und andererseits steigende Energiepreise haben dazu geführt, dass die grossen Energieanbieter nicht müde werden zu betonen, Atomkraftwerke würden diese Probleme lösen. Betrachten wir deshalb einmal die weltweite Situation: Wer baut neue Atomkraftwerke und weshalb?

Preis von Atomstrom steigt bei neuen Atomkraftwerken

Die US-amerikanische Atomindustrie muss Kostenexplosionen verdauen. Die nächste Generation von Atomkraftwerken würde - falls sie denn jemals gebaut wird - Investoren und Betreiber teuer zu stehen kommen.

Neue Atomkraftwerke in der Schweiz - Fehlinvestition oder Goldesel?

Am Freitag den 12. September 2008 organisiert die Schweizerische Energie-Stiftung SES in Zürich im Marriott Hotel in Zürich eine Fachtagung zum Thema „Neue Atomkraftwerke in der Schweiz - Fehlinvestition oder Goldesel?"

Atomstrom ist keine Lösung für Klimaprobleme und Energieknappheit

Eine umfassende Energie-Analyse des Nuklear-Systems zeigt, dass die Atomenergie weder das Problem der globalen Erwärmung noch das Problem zukünftiger Energieengpässe zu lösen vermag.  Auf Grund dieser Untersuchung verursacht ein heutiges Nuklear-System etwa 90–140 g CO2-Emissionen pro Kilowattstunde. Wegen der weltweiten Knappheit des Urans müssen mit der Zeit Erze mit immer tieferem Urangehalt als Brennstoffe aufbereitet werden. Dadurch steigen die CO2-Emissionen pro kWh Strom aus Atomenergie. Je nach Szenario werden die CO2-Emissionen pro kWh Atomstrom irgendwann zwischen den Jahren 2040 und 2070 bereits höher sein als die CO2-Emissionen pro kWh von Gaskraftwerken! 

«In Tschernobyl wächst die Artenvielfalt»

Desinformation und Greenwashing rund um Atomkraftwerke: Um die Akzeptanz für die gefährliche Atomenergie zu erhöhen, werden gezielte und kostspielige «Greenwashing»-Kampagnen gefahren. Ein Augenschein im Reich der Halbwahrheiten.

Radioaktiver Staub für Schweizer Atomstrom

Atomstrom ist nicht so sauber, wie es die Atomlobby gerne erzählt. Der französische Atomkonzern AREVA baut in Niger Uran ab und schützt weder die Angestellten noch die Bevölkerung vor radioaktiver Verseuchung.

Atommüll: Ablenken und Verbergen

Obwohl bereits in den 40er-Jahren klar war, dass Atomkraftwerke radioaktiven Müll produzieren, hatte sich beim Bau des ersten Schweizer Reaktors noch niemand damit auseinandergesetzt. Heute gibt es noch immer keine langfristig sichere Lösung für die Lagerung der anfallenden Abfälle. An einer internationalen Tagung im Oktober 2007 kümmerten sich «Atommüll-Entsorger» nur um die sozio-politischen Schwierigkeiten. Damit wird vom eigentlichen Problem abgelenkt: Den für Mensch und Umwelt giftigen Müll werden wir nicht mehr los.

Gibt es eine Renaissance der Kernenergie?

Analysiert man die realen Projekte für neue Atomkraftwerke und nicht die Absichtserklärungen, gibt es bisher keine Renaissance der Kernenergie, da es kaum konkrete belastbare Entscheidungen für neue Reaktorprojekte gibt. Es bleibt aber festzuhalten, dass eine angestrebte Renaissance der Kernenergie mit Risiken verschiedener Art verbunden ist:

  • Analysen der wesentlichen Faktoren, die zu Kosten und Kostenveränderungen beitragen, zeigen auf, dass große Risiken hinsichtlich der Kostenentwicklung bestehen. Dies wird durch die Erfahrung mit aktuellen Projekten, insbesondere in Finnland, bestätigt. Die realen wirtschaftlichen Kosten für neue Reaktoren, wie sie derzeit auf dem Markt angeboten werden, können nicht seriös bestimmt werden. Deshalb besteht ein hohes Investitionsrisiko, das je nach finanzieller Konstruktion der Verträge vom Betreiber, vom Hersteller oder vom Staat (bzw. deren Finanziers) getragen werden muss.
  • Bei neuen Reaktoren bestehen im Prinzip die gleichen technischen Risiken wie bei den bisherigen Reaktoren; schwere Unfälle sind weiterhin nicht auszuschließen.
  • Hinzu kommen sicherheitspolitische Risiken. Diese würden sich bei einer unterstellten Renaissance der Atomenergie durch die zunehmende Zahl der Reaktoren und der reaktorbetreibenden Länder massiv vergrößern.

Kosten von Strom aus neuen Atomkraftwerken

Bei Diskussionen über die Kosten von Strom aus Atomkraftwerken wird in aller Regel mit Kosten aus heutigen Atomkraftwerken argumentiert. U.a. wegen gestiegenen Anforderungen an die Sicherheit werden neue Atomkraftwerke wesentlich teurer. Anhand der Baukosten für den neuen Atomreaktor in Finnland wird gezeigt, dass allein die Amortisationskosten eines AKW's die Dimension der heutigen Kosten von Strom aus Windkraft erreichen!

Aus dieser einfachen wirtschaftlichen Betrachtung kann der Schluss gezogen werden, dass der Bau von neuen Atomkraftwerken schon aus rein ökonomischen Gründen nicht mehr sinnvoll ist. Ganz abgesehen von der ungelösten Frage der Endlagerung radioaktiver Abfälle, der stark begrenzten Verfügbarkeit von Uran als Brennstoff, dem nuklearen Risiko und dem Proliferationsrisiko, der ungenügenden Haftpflichtversicherung, sowie der fehlenden Akzeptanz in der Bevölkerung.

 

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